Mein Bewusstsein

Was ist Bewusstsein?

Ich weiß, dass mein Bewusstsein, mein Geist das Einzige ist, dessen Existenz ich mir gewiss bin. Ich kann es nicht anders erklären, als zu sagen, dass es existiert. Nur in meinem Bewusstsein kann ich alles erleben. Ohne Bewusstsein existiert für mich nichts, kein Würfel aus Holz, kein eigener Körper, keine anderen Lebewesen, keine Erde, kein Weltall, keine Materie, keine Bewegung, kein Raum, keine Zeit, keine Emotion, kein Leben. Nur in meinem Bewusstsein kann ich überhaupt etwas erleben,  erkennen und verstehen.

Ich weiß deshalb nicht, ob es Materie ohne ein Bewusstsein gibt. Wenn wir allerdings Materie mit Bewusstsein erklären können, dann sind wir der Wirklichkeit wahrscheinlich sehr nahe.

Deshalb trenne ich in der Theorie des Seins mein Bewusstsein von meinem Körper. Mein Bewusstsein ist in meiner Erlebnisentität und mein Körper bezeichne ich als Körperentität. Beide Zusammen sind die Person Peter.

Narkose

Wir wissen noch nicht genau, was unser Bewusstsein ist und was es kann. Unser Bewusstsein  scheint nur zu existieren, wenn es mit unserem Körper verbunden ist. Die Medizin ist anscheinend in der Lage unser Bewusstsein auszuschalten. Bei einer Vollnarkose wird das Bewusstsein angeblich ausgeschaltet, die Körperentität kontrolliert den Körper weiterhin und es können sehr schwere Operationen am Körper vorgenommen werden, die sonst zu traumatischen Folgeschäden führen würden.

Je nach Tiefe der Narkose erschlaffen zuerst die Muskeln, die von unserer Erlebnisentität kontrolliert werden können und dann die Muskeln, die von unserer Körperentität kontrolliert werden, so dass auch die Atmung maschinell unterstützt werden muss.

Nach meiner Theorie hat meine Erlebnisentität überhaupt keinen materiellen Repräsentanten im Körper, deshalb kann auch keine materielle Narkosesubstanz das Bewusstsein meiner Erlebnisentität ausschalten. Durch die Narkosesubstanzen werden die Aufgaben der Körperentität gestört.

Wahrscheinlich verhindern sie, dass die Körperentität die entsprechenden Vorgänge im Körper der Erlebnisentität mitteilen kann, oder sie wird vielleicht nur an der Aktualisierung des Gedächtnisses verhindert? So dass die Erlebnisentität später keine Informationen über diesen Zeitraum abrufen kann?

Wahrscheinlicher ist, dass die Reizweiterleitung der Rezeptoren bis in die oberen Schichten unseres Erkenntnisspeichers blockiert wird, so dass unser Körperentität keine Veranlassung hat eine Willensäußerung unserer Erlebnisentität anzufordern. Aus diesem Grund ist auch eine Aktualisierung des Netzwerkes nicht notwendig, da hier nur Willensäußerungen unserer Erlebnisentität abgebildet werden. Deshalb gibt es dann auch keine Erinnerung über diesen Zeitraum.

Leben

Unser ganzes Leben beschäftigen wir uns damit, unser Bewusstsein zu entwickeln, um unser Leben entsprechend unserer Ziele zu optimieren, was immer eine Anpassung unseres Neuronennetzwerkes als Folge hat. Wir versuchen unangenehme Situationen nicht zu wiederholen, indem wir durch Erkennen eines besseren Verhaltens in ähnlichen Situationen besser abschneiden.

Wegen der geringen Kapazität unseres Arbeitsgedächtnisses sind wir auf einen schnellen Zugriff auf unser alten Erfahrungen und Erkenntnisse angewiesen, um komplexere Zusammenhänge in unserem Bewusstseinsfokus zu halten.

Nur durch die Einheit mit unserem materiellen Körper können wir Leben erfahren und dabei gleichzeitig diese Erfahrung in unserem Nervengeflecht abspeichern und immer wieder optimieren. Anscheinend haben die Materialisten auch irgendwie Recht, ohne Materie können wir nicht am Leben teilnehmen. Aber nur was wir in unserem Bewusstsein erkennen, erleben wir auch.

Die besondere Verschränkung unserer Körperentität mit unserer Erlebnisentität betrachte ich als unsere Psyche. Der Mensch als Individuum kann nur als psychisches System verstanden werden.

Wann fängt unsere Erlebnisentität an zu existieren? Da unsere Erlebnisentität über die Sinne, die Welt verstehen muss und all ihre Erkenntnisse und Erlebnisse im neuronale Netz kodiert hinterlegt werden, macht es wahrscheinlich keinen Sinn, dass unsere Erlebnisentität dissoziiert wird, bevor unser neuronales Netz für den Startvorgang des Individuums fertig gestellt ist.

Es gibt eine frühkindliche Amnesie. Die meisten Erwachsenen können sich an ein bewusstes Ereignis vor dem dritten Lebensjahr nicht erinnern. Dies muss eine sinnvolle Ursache haben. Stellen Sie sich mal vor, Sie haben als Erwachsener alle Erinnerungen verloren, die Sie sich ab dem dritten Lebensjahr mühsam erarbeitet hatten. Sie haben dann immer noch ein Bewusstsein, Sie leben dann komplett im Jetzt ihrer Existenz.

Sie können laufen, schmecken, riechen, sprechen und fühlen. Sie können aber nicht mehr darüber reflektieren, was Sie als Erwachsener schon mal erlebt hatten. Die Folgen ihres Tuns können Sie nur noch als Dreijähriger beurteilen, da Sie nur noch auf die Erfahrungen eines Dreijährigen zurückgreifen können. Sie sind dann wieder ein Dreijähriger.

Bewusstsein ohne Gedächtnis ist immer noch ein Bewusstsein. Es kann sich aber nicht entwickeln, da ohne ein Gedächtnis auch nichts hinzukommen kann. Ohne Gedächtnis kann man nichts wieder erkennen. Man kann nur immer wieder eine erste Erkenntnis haben.

Unser Bewusstsein ist also sehr stark abhängig von unserer Fähigkeit, uns zu erinnern. Wir erkennen die Bedeutung von Objekten, Subjekten und deren Interaktionen nur dadurch, weil wir sie früher schon einmal als Erkenntnis abgespeichert hatten. Erinnern können wir uns nur an frühere Erkenntnisse. Deshalb ist die Frage nach unserem Bewusstsein in der Hauptsache eine Frage, wie erlange ich eine neue Erkenntnis und wie kann ich mich wieder an sie erinnern?

Weltbild

Mein momentaner Bewusstseinszustand ist gleichzusetzen mit meinem momentanen Weltbild. Es ist die Summe all meiner bisherigen Erkenntnisse und Erlebnisse und meiner Fähigkeit mich an sie zu erinnern, wenn es erforderlich ist oder wenn ich es will.

Jeder Mensch trägt sein individuelles Weltbild in sich, welches er sich im Laufe seines Lebens erworben hat. Die Hauptfaktoren, die dieses Modell beeinflussen sind nach heutigen Erkenntnissen:

  • Unsere individuellen, ererbten Anlagen, die sich als eine einzigartige Kombination von Trieben und Fähigkeiten zeigen und damit schon eine grobe Richtung unserer individuellen Entwicklung vorgeben.
  • Unsere individuelle Umwelt, die uns Abhängigkeiten aufzwängt und ihre Ideen aufdrängt.
  • Unsere inneren Triebe sind oft nicht im Einklang mit den Anforderungen unserer Kultur. Dies führt zu Konflikten, die wir mit unseren Veranlagungen, möglichst zu unseren Gunsten, lösen müssen. Dadurch entwickeln wir uns.

Ohne Erlebnisentität erkennen und erleben wir nichts. Unser Körpr wäre alleine irgend ein Tier. Ohne Informationen in unserer Erlebnisentität können wir nichts erkennen oder erleben. Ohne Erkenntnisse können wir kein Gedächtnis aufbauen. Ohne Gedächtnis können wir nichts wieder erkennen. Ohne unseren Körper bekommen wir keine Informationen in unsere Erlebnisentität. Unsere körperlichen Rezeptoren basieren alle auf Wirkungen zwischen Komponenten der Materie. Ohne Materie bekommen wir deshalb keine Informationen von Außerhalb unserer Erlebnisentität in unsere Erlebnisentität. Die Wirkung von Materie erleben wir nur in unserer Erlebnisentität.

Folgende Fragen sind zu beantworten:

  • Gibt es Bewusstsein nur mit Materie? Meine Antwort ist „Nein“.
  • Gibt es Bewusstsein ohne Materie? Meine Antwort ist „Ja“.
  • Gibt es Materie ohne Bewusstsein? Meine Antwort ist „Nein“.

Wo sitzt mein Bewusstsein?

Der Sitz unserer Erlebnisentität konnte die Wissenschaft bisher nicht in unserem Gehirn lokalisieren. Jede bewusste Entscheidung erregt immer andere Gebiete unseres Gehirns, wenn andere bewusste Entscheidungen getroffen werden. Es gibt keine Region im Gehirn, die für alle bewussten Entscheidungen immer wieder aktiviert wird. An jedem Tag unseres Lebens haben wir unzählige,  bewusste Entscheidungen getroffen. Auch das Kratzen am Kopf ist meist eine bewusste Entscheidung, die durch das bewusste Erleben eines Juckreizes angefordert wurde, auch wenn wir diesem Vorgang als Erwachsener keine große Aufmerksamkeit mehr widmen.

Unser Gehirn speichert jeden Tag diese bewussten Entscheidungen. Das riesige Netzwerk aller Verbindungen repräsentiert unser ganzes bewusstes Leben. Das Gehirn ist Sitz all unserer persönlichen Erfahrung, Wissen, Meinungen und Bewertungen. Unser Gehirn ist das Verzeichnis unseres Lebens, unser Gedächtnis, so wie wir es mit unseren persönlichen Entscheidungen und Erlebnissen geformt haben. Ich gehe davon aus, dass unser Ichbewusstsein keinen physischen Repräsentanten hat.

Auch für alle unbewussten Aktivitäten unseres Körpers werden immer andere dedizierte Bereiche unseres Gehirns aktiviert. Für den Sitz der Körperentität gibt es deshalb nur zwei mögliche Varianten. Entweder sie ist wie die Erlebnisentität nicht im Körper lokalisiert oder der Gesamtkörper mit all seinen Zellen ist die Körperentität, was irgendwie das gleiche ist.

Ich gehe davon aus, dass die Körperentität gleichzusetzen ist mit einem Bewusstsein, das sich aus dem Bewusstsein aller lebenden Zellen ergibt, die ja alle aus einer einzigen Zelle dissoziiert wurden. Sie kennt alle Verbindungen und Kommunikationswege zwischen den einzelnen Zellen. Sie  weiß alles, was in unserem Körper passiert, auch in unserem Gehirn. Die Körperentität ist Herr über unseren Körper, sie ist aber bezüglich der äußeren Kommunikation dem Willen der erwachsenen Erlebnisentität untergeordnet.

Äußere Kommunikationen sind immer Aktivitäten, die der Körper mit Hilfe seiner Skelettmuskulatur ausführen muß. Die Körperentität schlägt ständig Handlungsanweisungen vor und die Erlebnisentität, also Ich zum Beispiel, darf entscheiden, was mein Körper tun soll. Er führt meinen Willen aus. Er ist Protokollant des Lebens meiner Erlebnisentität. Alles wird in meinem Gehirn protokolliert.

Alles was uns besonders interessiert und wichtig für uns ist, wird für unsere  Erlebnisentität abrufbar gehalten. Unsere Körperentität ist damit auch Repräsentant unseres ganzen Lebens in der physischen Welt.

Konflikt

C. G. Jung schreibt in seinem Buch Archetypen bei der Betrachtung des zweiten Typus des weiblichen Mutterkomplexes, des übersteigerten Eros:

Die Frau unseres Typus richtet den heißen Strahl ihres Eros auf einen, vom mütterlichen überschatteten Mann und erregt damit moralischen Konflikt. Ohne diesen aber gibt es keine Bewusstheit der Persönlichkeit. >Warum aber<, so wird man gewiss fragen, > soll der Mensch à tort et à travers zu höherer Bewusstheit gelangen?< Diese Frage trifft ins Schwarze des Problems, und die Antwort darauf ist etwas schwierig. Ich kann statt einer wirklichen Antwort nur eine Art von Glauben bekennen: es scheint mir nämlich, als ob in den Tausenden von Millionen Jahren endlich jemand hätte wissen müssen, dass diese wundersame Welt der Berge, der Meere, der Sonnen und Monde, der Milchstraße, der Fixsternenebel, der Pflanzen, der Tiere existiert. Als ich auf den Athi Plains in Ostafrika auf einem kleinen Hügel stehend die vieltausendköpfigen Wildherden in lautloser Stille weiden sah, wie sie es immer seit unvorstellbaren Zeiträumen getan haben, da hatte ich das Gefühl, der erste Mensch zu sein, das erste Wesen, das allein wusste, dass dies alles ist. Diese ganze Welt um mich war noch in der Anfangsstille und wusste nicht, dass sie war. Und eben in diesem Moment, da ich wusste, war die Welt geworden, und ohne diesen Moment wäre sie nie gewesen. Diesen Zweck sucht die Natur und findet ihn erfüllt im Menschen, und zwar immer nur im bewusstesten Menschen. Jeder kleinste Schritt vorwärts auf dem Pfade der Bewusstwerdung schafft Welt.

Die moralische Konfliktsituation kommt dadurch zustande, dass die Erlebnisentität des Mannes, die Frau mit dem Archetyp der Mutterrolle in seinem Weltbild besetzt  hat. Seine Körperentität erkennt aber an den Signalen der Körperentität der Frau, dass dort die Bereitschaft zur erotischen Interaktion vorhanden ist und erzeugt entsprechende erotische Gefühle in der Erlebnisentität des Mannes.

Konflikte können unser Weltbild und Selbstbild immer ein Stückchen weiter vervollständigen. Die Erlebnisentität des Mannes müsste sich klar darüber werden, dass er die Frau nicht als Frau sieht, sondern als emotionale Mutter. Diese Erkenntnis könnte den Konflikt aufheben.

Unsere Erlebnisentität ist unsere Instanz, um Konflikte zu bewerten. Durch kleine Variationen der Reaktionen von Fall zu Fall durchsucht es den Raum an möglichen Lösungen nach dem Optimum für unsere Ziele. Dabei entwickeln wir uns weiter.

Um allerdings einen Konflikt zu haben, müssen mindestens zwei unterschiedliche Zielvorstellungen aufeinander prallen. Konflikte scheinen uns also von Außen an unsere Erlebnisentität herangetragen zu werden. Es gibt also Außenkonflikte, das sind unterschiedliche Zielvorstellungen zwischen meiner Erlebnisentität und einem anderen Bewusstsein. Ein Konflikt kann auch zwischen meiner Körperentität, die meinen Selbsterhaltungstrieb und Sexualtrieb repräsentiert, und meiner Erlebnisentität vorkommen, welches mit seinem bewusstem Weltbild, das ein anderes Ideal anstrebt.

Eine Entscheidung, wie der Konflikt zu lösen ist, kann nur von unserer Erlebnisentität entschieden werden. Wir werden uns meist für die Alternative entscheiden, die aufgrund unserer abgespeicherten Erfahrungen in unserem Gehirn von unserer Körperentität der Erlebnisentität vorgeschlagen wird. Dies kann kurzfristig auch gegen die Ziele unserer Körperentität sein. Die Lösung von Konflikten fällt immer sehr individuell aus, da unser bewusstes Weltbild und unser persönliches Milieu sehr individuell gestaltet sind. Auf diese Weise wird die Vielfalt der Verhaltensweisen der Menschen weiter erhöht.

Ist dies der Kern der menschlichen Evolution? Haben wir unser Ziel erreicht, wenn wir es schaffen, ein bewusstes Weltbild in uns zu tragen, das für jeden Konflikt eine Lösung, also ein angemessenes Verhalten hat. Sind wir glücklich, wenn es keine Konflikte mehr gibt? Wenn wir allerdings davon ausgehen, dass der Mensch auch einen Erkenntnistrieb besitzt, dann werden wir uns selbst ständig neue Konflikte erzeugen. Zum einen, weil wir den Erkenntnistrieb immer nur für eine kurze Zeit befriedigen können, bis wir alles erkannt haben, denn Triebe laden sich immer wieder neu auf. Zum anderen, weil wir durch diesen Trieb unser Weltbild ständig erweitern. Erweiterungen unseres Weltbildes sind aber oft falsch oder einfach anders, als die unserer Umgebung und damit Konflikt verursachend.

Arroganz

Aus C. G. Jungs obiger Aussage geht auch seine Einstellung hervor, dass das ganze Leben nur Sinn hat, wenn es bewusst erlebt wird. Diese Einstellung teile ich mit ganzem Herzen. Allerdings wäre noch zu klären, welches Bewusstsein dazu notwendig ist. Ich teile nicht die menschliche Arroganz, die annimmt, dass nur der Mensch Bewusstsein besitzt. Ich glaube im Gegensatz zu C. G. Jung, dass auch jedes Tier, das er beobachtet hat, seine Umgebung bewusst wahrgenommen hat und für sein friedliches Grasen auch eine adäquate Emotion bewusst erlebt hat.

Die Tiere reflektierten vielleicht nicht über ihre momentane Situation, da sie sich voll und ganz ihren Trieben im Jetzt hingeben. Sie erleben immer das Jetzt sehr intensiv, sie denken nicht groß darüber nach, aber sie empfinden ihr tun. Sie haben keinen Trieb, der sie zu neuen Erkenntnissen treibt. Sie können nur ihre Verhaltensprogramme optimieren, die sie für ihre Triebbefriedigung benötigen. Sie wollen kein bewusstes Modell der Welt entwickeln, um sich vielleicht schon auf das Morgen vorbereiten zu können. Ihre Triebe reichen für das Jetzt. Auch für das Jetzt von Morgen.

Sehr interessant finde ich hingegen C. G. Jungs letzten Satz seiner oben zitierten Aussage: Jeder kleinste Schritt vorwärts auf dem Pfade der Bewusstwerdung schafft Welt. Mit diesem Satz nähern wir uns schon etwas meiner Theorie des Seins.

C.G. Jung

C. G. Jung versteht unter Bewusstsein die Bezogenheit psychischer Inhalte auf das Ich, soweit sie als solche vom Ich empfunden werden. Beziehungen zum Ich, soweit sie von diesem nicht als solche empfunden werden, sind unbewusst. Unser ganzes Weltbild ist natürlich auf unser Selbstbild bezogen. Was nicht in unserem Weltbild integriert wurde, ist uns momentan nicht bewusst. Ich glaube aber, dass es Bewusstheit geben kann, ohne die Erkenntnis eines eigenen Ichs. Alle Säuglinge erleben ihr Dasein bewusst, ohne schon eine Vorstellung ihres Ichs zu haben. Ohne Bewusstsein ist keine Entwicklung möglich.

C. G. Jung benennt vier psychische Funktionen: Denken, Fühlen, Empfinden und Intuieren. Ich empfinde diese Einteilung als unbefriedigend. Mir erscheint ein anderes Modell sinnvoller, das ich weiter unten vorstelle.

Ich denke, dass wir in unserer Kindheit spielerisch lernen, die einzelnen Funktionen der Psyche, die ich als Entwicklungskomplexe bezeichne, zu erkennen und anzuwenden. Durch die Erkenntnis dieser Funktionen, die wir auch als Charaktertypen mit spezifischen Verhaltensweisen bezeichnen können, werden diese als mögliche Verhaltensmuster in unserem Gedächtnis abgespeichert. Sehen wir diese Charaktertypen als nützlich für unsere Ziele an, dann werden sie auch in unser eigenes Selbstbildnis integriert. Sind sie in unsere Persönlichkeit integriert, dann sind sie für unsere Erlebnisentität abrufbar für Überlegungen, Phantasien, Handlungsentscheidungen und Konfliktlösungen.
Dann ist es nur noch eine Frage, wie detailliert wir diese Charaktertypen ausgearbeitet haben, um sie effizient einzusetzen. Dies wird im Wesentlichen von den äußeren Anforderungen und unseren inneren Zielen gesteuert.

Rollen

Ein gesunder Mensch entwickelt im Laufe seiner Evolution verschiedene Rollen mit unterschiedlichen Anteilen an Charaktertypen. Diese Rollen sind so etwas Ähnliches wie die Teilpersönlichkeiten einer dissoziierten Persönlichkeit. Mit dem Unterschied, dass alle Rollen der Kontrolle einer einzigen Erlebnisentität unterliegen und auch alle der Erlebnisentität bewusst sind. Jede Rolle kann jeden Charaktertyp unterschiedlich stark ausgeprägt enthalten. Je mehr Charaktertypen wir in unser Selbstbild integrieren, desto vielfältiger können wir auf unterschiedliche Konflikte reagieren. Desto besser sind wir in der Lage verschiedene Rollen damit zusammenzustellen, denen wir dann entsprechend den Anforderungen der Umgebung und unserer individuellen Zielen die Kontrolle geben. Wir alle haben Rollen für das Intimleben, das Privatleben, das Berufsleben und andere Anforderungen. Diese Rollen können zum Beispiel so ausgestattet sein, dass es in der Rolle für das Berufsleben nur egoistische Anteile gibt, und kein Mitgefühl für andere Menschen vorhanden ist. In der Rolle für das Privatleben können wir trotzdem sehr hilfreich und fürsorglich sein und können die Nähe anderer Menschen genießen.

Verdrängen wir in unserer Erlebnisentität bestimmte Charaktertypen aus unserem Selbstbild, wie zum Beispiel die, für die ungehemmte Sexualität oder das ungehemmte Töten und schaffen es nicht sie mit anderen Charaktertypen in einer unserer Rollen so unterzubringen, dass sie sozialverträglich angewendet werden können, dann können sie unbewusst zu einer eigenen dissoziierten Persönlichkeit werden, die nicht von unserer Erlebnisentität kontrolliert wird. Die Psychologie spricht hier von unserem Schatten. Unter einer bestimmten Belastungssituation, wenn die Charaktertypen unseres Selbstbildes nicht ausreichen, den Konflikt zu lösen, kann der Schatten die Kontrolle der Person erlangen und viel Leid im Umfeld anrichten.

Ich denke, dass es eine bestimmte Anzahl von Charaktertypen in den Entwicklungskomplexen gibt, die im Gruppenbewusstsein der Menschheit vorhanden sind. Wie stark jeder Charaktertyp beim Einzelnen Teil seines Selbstbildes wird und wie intelligent er sie zur Konfliktlösung einzusetzen lernt, hängt von seinen individuell unterschiedlichen Startbedingungen und seinem individuellen sozialen Milieu ab.

Ich glaube, dass die Aufteilung einer Person in mehrere Teilpersönlichkeiten häufiger vorkommt als die Wissenschaft glaubt. Es werden in Wirklichkeit sicher alle möglichen Spielarten der Dissoziationen oder Nichtintegration vorkommen. Es kann sehr nützlich sein, bestimmte Teile einer Persönlichkeit in eine selbständig handelnde Teilpersönlichkeit zu verlagern. Wir alle tun dies in gewisser Weise, wenn wir Rollen leben.

Alle Militärorganisationen dieser Welt trainieren ihre Soldaten dahin, eine herzlose Rolle mit absolutem Vernichtungswillen in ihr Selbstbild zu integrieren. Sie vergewaltigen oft ihre eigene Persönlichkeit im Glauben, etwas Gutes für ihr Gemeinwesen zu tun, indem sie das Barmherzige, das Mitgefühl für Andere, das Menschliche ihrer Persönlichkeit aus dieser Rolle verdrängen.

Die meisten Menschen mit aktiven Kriegserfahrungen benötigen anschließend eine langfristige Psychotherapie um psychisch wieder zu gesunden.

Die Summe aller gelebten Rollen stellt unsere Persönlichkeit dar, so wie wir von unserem Umfeld wahrgenommen werden. Da aber einzelne Personen nur selten alle unsere Rollen erleben, werden wir von unterschiedlichen Menschen auch unterschiedlich wahrgenommen.

Die Integration aller Charaktertypen in einer einzigen Persönlichkeit macht uns zu einem psychischen Generalisten. Der Vorteil liegt in der jeweiligen optimalen Reaktion aus der Gesamtsicht aller Persönlichkeitsanteile. Dies scheint mir die notwendige Voraussetzung zur weiteren Evolution, hin zu noch komplexeren Erlebnisentitäten zu sein. Der Preis für dieses Optimum, ist die Langsamkeit des Reagierens, was aber durch sinnvolle Automatisierung durch unser Körperbewusstsein zum Teil kompensiert werden kann.

Ich denke, dass am Beginn unserer psychischen Entwicklung in der Kindheit, die einzelnen Charaktertypen immer als separate Teilpersönlichkeiten erkannt, erlebt und ausprobiert werden. Sie werden erst nach und nach, in einem nächsten Entwicklungsschritt, miteinander kombiniert eingesetzt und spielerisch ausgetestet.

Wenn in dieser Entwicklungsphase sehr schmerzliche, unerträgliche Erlebnisse verarbeitet werden müssen, dann scheint es sinnvoll oder unmöglich zu sein, die einzelnen Charactertypen in seine eigenes Selbstbild zu integrieren. Die schmerzlichen Erfahrungen werden einer Teilpersönlichkeit zugeordnet und möglichst nicht nach Vorne gelassen.

Die erlebten Charactertypen des Aggressors werden gar nicht integriert. Diese Anteile werden jetzt verdrängt und drängen dann viel später als Erwachsene nach Vorne. Ohne die rechtzeitige Integration dieser Characteranteile in das eigene Selbstbild werden sie irgendwann der Erlebnisentität überladen. Dies ist dann die Zeit, wo das Opfer dann selbst zum Täter wird. Viele Missbrauchsopfer Missbrauchen später selbst.

Dissoziative Identitätsstörung (DIS)

Bei Menschen mit DIS gelang die Vereinigung erlebter Entwicklungskomplexe zu einem einzigen Ich nicht. Es scheint, dass ihre  Erlebnisse es sinnvoll oder notwendig erscheinen lassen, verschiedene Teilpersönlichkeiten separat agieren zu lassen. Das oberste Prinzip scheint auch hier die Maximierung der Lust und Minimierung der Unlust der Erlebnisentität zu sein.

Wenn Bewusstsein sich dissoziieren kann, dann ist auch das Gegenteil möglich. Das Gegenteil der Dissoziation ist die Bewusstseinserweiterung. Sie kann durch Reintegration von dissoziierten Anteilen geschehen oder durch Erkenntnis von neuen Bewusstseinsanteilen.

Auch eine kurzzeitige Verschmelzung von mehreren Erlebnisentitäten zu einer neuen Erlebnisentität ist denkbar. Diese enge Verbindung wird als besondere Nähe der beteiligten Erlebnisentitäten empfunden. Fortschrittliche Erlebnisentitäten können diese intensive Kommunikation bewusst herstellen. Vielleicht funktionieren so die Vielzeller? Man müsste dann aber schon die Größe besitzen auch einem kleinen Einzeller Bewusstsein zuzubilligen.

Je nach dem Grad der Verschmelzung erleben wir Menschen diese Nähe anderer Erlebnisentitäten als Gute Stimmung, Freundschaft oder gar Liebe.

  • Ich bin bewusst, also bin ich!
  • Es ist bewusst, also ist es!
  • Es ist, also ist es bewusst!

Was Bewusstsein wirklich ist, kann keiner sicher sagen. Die Theorie des Seins geht davon aus, dass jedes Bewusstsein letztendlich eine Dissoziation des maximalen Bewusstseins ist, egal ob es direkt vom absoluten Bewusstsein oder von einem schon dissoziierten Bewusstsein dissoziiert wurde.

Das menschliche Bewusstsein ist die Fähigkeit über bewusste mentale Zustände zu verfügen, wie Gedanken, Emotionen, Wahrnehmungen, Erkenntnisse und Erinnerungen. Jeder kann sicher etwas über sein eigenes Bewusstsein aussagen und vielleicht darüber hinaus einiges daraus als allgemeingültig für andere Menschen ableiten. Jeder erlebt, dass seine Kapazität begrenzt ist. Keiner hat sein ganzes Leben im direkten Zugriff in seiner Erlebnisentität. Jeder braucht sein Gedächtnis außerhalb seiner Erlebnisentität, um sich an Vergangenes zu erinnern. Jede menschliche Erlebnisentität hat sicher auch unterschiedliche Fähigkeiten, wie es mit seiner Körperentität zusammen arbeitet.

Da viele Parameter in der Natur einer Normalverteilung unterliegen, ist es sicher  sinnvoll davon auszugehen, dass es auch eine Schwankungsbreite der Fähigkeiten von dissoziierten Erlebnisentitäten gibt. Die unterschiedlichen Fähigkeiten von Erlebnisentitäten machen die Individuen einer Art aus. Sie sind aber auch die Ursache für die unterschiedlichen Arten von Erlebnisentitäten, die sich durch sehr große Unterschiede an Fähigkeiten und Bewusstseinszuständen auszeichnen.

Wodurch kann ein Mensch etwas über eine andere Erlebnisentitäten erfahren? Schon im Abschnitt über die Körperentität haben wir gesehen, dass unsere Erlebnisentität hier viel Informationen über unsere Körperentität erhält. Die detaillierte Interpretation dieser rein emotional erfassbare Information ist recht schwierig.

Unsere Erlebnisentität kann rein intellektuell nur durch die Aktivitäten der anderen Erlebnisentität auf dessen Bewusstseinsinhalt schliessen. Die Art und Weise, wie eine Erlebnisentitäten auf eine andere Erlebnisentität reagiert, sagt sicher etwas über die Fähigkeiten und möglichen Bewusstseinszustände beider Erlebnisentitäten aus. Wie sie sich gegenseitig beeinflussen sagt etwas über ihre Fähigkeiten und mentalen Zustände aus.

Da alle Erlebnisentitäten, außer dem maximalen Bewusstsein,  nur begrenzte Fähigkeiten haben, hat jede Spezies natürlich nur begrenzte Möglichkeiten der Wahrnehmung von anderen Erlebnisentitäten und deshalb nur begrenzte Möglichkeiten der Interaktion mit ihnen. Dies entspricht unserer menschlichen Lebenswirklichkeit.

Evolution

Der Mensch ist Teilprozess der Evolution. Er lebt in Rückkopplung mit den anderen Teilprozessen der Evolution. Er arbeitet mit diesen anderen Teilprozessen an einem maximalen Beitrag zur Evolution. Unsere Triebe treiben uns ständig an, an diesem Prozess teilzunehmen. Tun wir es nicht, dann sterben wir bald. Meine Erlebnisentität, in der ich nur 7+-2 Informationseinheiten gleichzeitig festhalten kann, ist die Zentrale, mit der Ich Einfluss auf diesen Prozess nehmen kann, indem Ich bei der Definition der zu verfolgenden kurzfristigen und mittelfristigen Ziele bewusst mitarbeite. Würde Ich nicht bewusst mitarbeiten, würde mein tierische Körperentität alleine bestimmen und entsprechend seiner individuellen Ausprägung an Trieben entscheiden.

Ich

Schaue ich in mich hinein, kann ich meine Erlebnisentität in zwei unterschiedliche Bereiche einteilen:
In jedem Moment meines Jetzt ist ein großer Bereich, der nur vage, unscharfe Informationen über mein momentanes Sein enthält. Es besteht im Wesentlichen aus meinen momentanen Strom von Sinneseindrücken und meinem momentanen Strom an Gefühlen und Emotionen, die so durch mein Bewusstsein ziehen. Dieser Bereich ist irgendwie die Summe meines Jetzt in einer Gesamtaufnahme, die nicht statisch ist, sondern die Dynamik des Momentes enthält und sich ständig ändert. Ich lebe immer nur jetzt, in einem Takt meiner Sinne. In diesem Bereich befinden sich die Informationen, die zum Jetzt gehören und potentiell noch bewusster werden können.
Diesen Bereich möchte ich Jetztbewusstsein nennen. Es ist der Hintergrund meines Jetzt.

In diesem Jetztbewusstsein gibt es einen kleinen Bereich, den ich als den Bewusstseinsfokus bezeichnen möchte. Er funktioniert ähnlich wie eine Lupe. Mit dieser Lupe kann ich einen kleinen Bereich oder einzelne Elemente des Jetztbewusstseins genauer analysieren, ansehen, anhören oder anfühlen und kann mir dessen Bedeutung bewusster machen.
Die Bedeutung der Informationen in diesem Bewusstseinsfokus kann ich mir nur dann bewusster machen, wenn ich in der Vergangenheit schon die Bedeutung dieser Informationen erkannt hatte, um sie dadurch in meinem Gedächtnis zu hinterlegen. Erinnern bedeutet immer, wieder zu erkennen. Wenn ich etwas wieder erkennen will, frage ich mein Gedächtnis, ich frage meine Körperentität.

Durch dieses Fragen erkenne ich erst die Einzelheiten in diesem Bewusstseinsfokus . Sie werden mir dadurch ganz bewusst. Alles wird viel intensiver in diesem Bereich, da alles konzentrierter ist. Es ist mit mehr Bedeutung für mein Sein behaftet. Dieses Fragen ist uns nicht bewusst. Wir wollen lediglich nur etwas genauer wissen, was wir gerade erleben.

Mehr Bereiche gibt es in meinem Bewusstsein nicht. Die Inhalte dieser Bereiche können allerdings sehr schnell gewechselt werden. Ich kann meinen Bewusstseinsfokus bewusst auf einen besonderen Bereich meines Jetzt konzentrieren. Ich kann diesen Fokus auch bewusst in der Vergangenheit halten und ich kann bewusst Fantasieren oder Tagträumen, was wir auch als Nachdenken bezeichnen.

Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, dass die Inhalte dieser Bereiche durch meine Körperentität bestimmt werden. Dies ist immer dann der Fall, wenn meine Körperentität mir etwas mitteilt, ohne das ich sie danach gefragt haben. Sie drängt sich mit Gefühlen des Hungers, Durst usw. in meinen Bewusstseinsfokus. Wenn das Gefühl der Angst mitgeteilt wird, dann wird meine Aufmerksamkeit auch auf die Bedeutung gelenkt, die mit dem Gefühl der Angst assoziiert ist.

Meiner Erlebnisentität wird der Grund meiner Angst bewusst. Ich glaub jetzt die Bedrohung erkannt zu haben, dabei hat meine Körperentität die Gefahr etwa 0,3 Sekunden früher erkannt. Ist die Gefahr so groß und eine Reaktion so dringend, dass diese 0,3 Sekunden tödlich sein könnte, dann reagiert meine Körperentität selbst, ohne meine Erlebnisentität zu fragen, ob es das tun will. Dies ist der Grund warum wir uns nach einem Sturz nicht daran erinnern können, was wir während des Sturzes getan haben. Die Erlebnisentität hat nichts getan. Es gab deshalb keine Aktualisierung im Gedächtnis, sie hat deshalb keinen Zugriff mehr auf diese Information.

Bedeutung

Welche Art von Informationen kann es denn in den Bereichen geben? Alles was wir über unsere Sinne an Informationen erhalten, kann man in zwei Kategorien einteilen. Informationen mit Bedeutung und Informationen ohne Bedeutung für unser Jetzt. Die Bedeutung der Informationen wurde in einem früheren Erkenntnisprozess erkannt und abgespeichert. Wichtige Bedeutungen werden uns schneller bewusst als unwichtige. Neue Informationen, die wir bisher weder als wichtig noch als unwichtig erkannt haben, haben die allergrößte Bedeutung für uns und werden deshalb direkt von der Körperentität in den Fokus unserer Erlebnisentität gelegt.

Neue Informationen werden immer sehr intensiv erlebt. Sie erzeugen entweder große Freude oder ein sehr unangenehmes Gefühl bis hin zur Angst, je nach bisheriger Erfahrung mit neuen Informationsinhalten. Unbekanntes kann Angst verursachen. Unbekannte Objekte, wie neue Landschaften erzeugen positive Gefühle, unbekannte Subjekte wie fremde Tiere und fremde Menschen erzeugen eher Angst, zumindest Vorsicht. Dies ist die Ursache von Fremdenfeindlichkeit. Diese neuen Informationen werden immer mit großer Bedeutung versehen und so erlebt und abgespeichert.

Bei der Analyse der Informationen der Sinne mit Bedeutung gibt es eigentlich nur Erlebnisentitäten und deren Beziehungen zueinander. Außer den Sinnesinformationen sind wir noch unserer Gefühle und Emotionen bewusst. Emotionen scheinen immer mit den Beziehungen zwischen Entitäten assoziiert zu sein. Die Emotionen, die mit den Entitäten assoziiert sind, entscheiden über die Wichtigkeit der Bedeutung, die wir in den Informationen wieder erkannt haben.

Natürlich sind die Beziehungen von Erlebnisentitäten zu mir viel wichtiger als zu anderen Erlebnisentitäten. Es sind immer die Beziehungen zwischen Erlebnisentitäten, die von Interesse sind. Dadurch lernen wir deren mögliches Verhalten einzuschätzen. Nur was von Interesse ist, wird leicht erinnert.

Hätte ich keine Erkenntnis über mein Ich, dann wären viele Beziehungen nicht so wichtig für mich. Wenn das Ich überleben will, dann muss man auch ein Verständnis der Abgrenzung seines Ichs von allem anderen haben und es muss für mich wichtig sein zu überleben. Sehe ich mich nur als Teil eines wichtigen Ganzen, dann könnte das höhere Ziel auch sein, dass das wichtige Ganze überleben muss.  Dann ist das Überleben des Ichs oder des Individuums nicht mehr wichtig. Dies ist sicher bei vielen Tieren, wie der Ameise der Fall. In jedem Fall gilt dies ähnlich für jede unserer Körperzellen.