Triebe

Wir haben am Anfang dieses Kapitels gesehen, dass wir Menschen durch unsere Triebe Hilfestellungen bekommen haben, die es uns ermöglichen im Universum zu überleben.

Das ursächliche Ereignis für die eigene separate Existenz einer Geistentität war entweder die Dissoziation von einem Schöpfergeist oder die Vereinigung oder Verschränkung von mehreren Mikroentitäten zu einer neuen Makroentität.

Die Trennung vom Schöpfergeist verursacht das ständige Verlangen nach Reintegration mit seinem Schöpfergeist. Dieser Trieb hält an bis das Individuum reintegriert ist. Dieser Trieb nach Reintegration verursacht

  • Das Streben nach dem Bewusstseinszustand des Schöpfergeistes
  • Das Streben nach neuen Erkenntnissen
  • Das Streben der Annäherung zu anderen Entitäten
  • Die Vereinigung mit anderen Entitäten
  • Die Verschränkung mit anderen Entitäten

Bei einer Vereinigung oder Verschränkung von mehreren Mikroentitäten zu einer neuen Makroentität gehen die Triebe nicht verloren, sondern sie verstärken sich entsprechend und werden eventuell mit neuen Freiheitsgraden der Makroentität verbunden.

Wie wir inzwischen wissen, besteht ein menschliches Individuum aus einer Erlebnisentität und einer Körperentität, die in besonderer Weise miteinander verschränkt sind. Die Körperentität besteht aus sehr vielen Mikroentitäten (Körperzellen), welche wiederum aus einer großen Anzahl von verschränkten Molekülen bestehen, usw.

Unsere Erlebnisentität

Dieser Urtrieb nach Reintegration ist Ursache der Evolution im Universum weil Kosmos nach Reintegration mit dem Erkenntniskontinuum strebt.

Kosmos hat seinen Trieb ohne Einschränkung an die Erlebnisentität der Spezies Homo Sapiens weitergegeben. Dies ist die Ursache für viele unserer Teilziele im Leben:

  • Drang nach Nähe mit anderen Erlebnisentitäten.
  • Besonderen Drang hin zu Erlebnisentitäten, die das eigene Bewusstsein kompletter machen würden (Gegensätze ziehen sich an).
  • Es gibt die Möglichkeit der kurzzeitigen Vereinigung mit einer anderen Erlebnisentität mit anschließender lebenslanger besonderen Verschränkung mit dieser Erlebnisentität. Man nennt dies bei Erwachsenen “Die Große Liebe”.
  • Streben nach Gruppenbildung.
  • Ich will mehr wissen.
  • Ich will zu etwas größerem dazugehören.
  • Ich will bei vielem dazugehören.

All diese Ziele verursachen eine Vergrößerung unseres Bewusstseins, einer größeres Bewusstsein der Einheit mit anderen und wird deshalb als Einheitserfahrung erlebt. Diese Einheitserfahrung wird mit sehr positiven Emotionen erlebt, die uns oft Überwältigen:

  • Liebe
  • Rührung
  • Die Liebe eines Fußballfans
  • Geborgenheit
  • Heimat

Die direkte Reintegration mit unserem Schöpfer könnte nur gelingen, wenn wir den gleichen Bewusstseinszustand hätten wie er. Dies ist für einen Menschen nicht erreichbar, da wir in unserer Lerngeschwindigkeit beschränkt sind (Millersche Zahl). Aber im Prinzip versuchen wir das in unserem Leben.

Da wir dieses Streben von Anfang an in uns haben, aber noch kein Wissen über das Leben oder unseren Schöpfer besitzen, haben wir einen unbändigen Drang, dem ersten Menschen, den wir wahrnehmen, wollen wir so nahe sein wie möglich und so lange wie möglich.

Hier gelingt auch eine besondere Form der großen Liebe, die wir Mutterliebe nennen. Auch hier geschieht eine Verschränkung zweier Erlebnisentitäten, die oft das ganze Leben anhält.

Es geht hier nicht nur um Nahrungsaufnahme, die von unserer Körperentität angefordert wird. Es geht um die fundamentale Emotion, wieder Eins werden zu wollen mit unserem Schöpfer. Dieser Trieb motiviert uns das ganze Leben unser Bewusstsein weiterzuentwickeln.

Leider ist das Wissen über diese Zusammenhänge in unserem Kulturbereich nicht sehr verbreitet. Wahrscheinlich bin ich sogar der erste Mensch auf dieser Erde, der das so im Zusammenhang sieht. Dieses positive Emotionen werden aber sehr gerne von der Werbung für alle Produkte und Dienstleistungen verwendet.

In unserem intellektuellem Weltbild haben wir dafür kein Wissen. Wir alle folgen aber unseren Emotionen, die uns veranlassen diesen Weg zu gehen. Das funktioniert auch bei jedem unwissenden Menschen. Deshalb funktioniert es auch in der Werbung.

Ohne das Wissen über diese Zusammenhänge passiert es aber zu leicht, das wir uns Verhaltensweisen zugelegt haben, mit denen wir einmal gute Emotionen erlebt haben und hoffen nun durch erneute Wiederholung die gleichen Emotionen zu bekommen.

  • Wir nennen das dann Tradition

Dies ist ein Irrweg. Dies ist nur dann sinnvoll, wenn wir immer neue Variationen ausprobieren, um deren Wirkungen zu erfahren. Wir drehen uns sonst nur im Kreis und wiederholen nur schon Gelebtes. Unser Lebensauftrag ist Evolution. Deshalb ist es sinnvoller einmal etwas ganz neues auszuprobieren.

Nur der Weg der ständigen Evolution unseres Bewusstseinszustandes garantiert ständig gute Emotionen. Es ist der kosmische Weg, weil wir den gleichen Trieb haben wie Kosmos. Dies ist der Grundantrieb der Menschen, die man als “Adrenalin Junkees” bezeichnet. Ihre Erlebnisentität ignoriert weitgehend die Sicherheitsbedenken der Körperentität und versuchen ihre Grenzen auszuloten.

Körperentität

Die Körperentität hat einen eingeschränkten, sehr speziellen Teiltrieb von Kosmos bekommen, um die Ur-Idee des Homo Sapiens zu ergründen.

  • Ziel ist es die Spezies Homo Sapiens am Leben zu erhalten.
  • Hierzu ist eine möglichst große Anzahl an Individuen anzustreben.
  • Eine sinnvolle Variationsbreite der lebenden Individuen sichert das Überleben der Art bei schnellen Umweltveränderungen.
  • Alle Bereiche der Erde abzudecken sichert ebenfalls das Überleben der Art nach lokalen Katastrophen.
  • Das einzelne Individuum benötigt einen Minimalsatz an effektiven Verhaltensprogrammen, um das Überleben von genügend Individuen zu sichern.
  • Dieser Minimalsatz wird gemeinsam zwischen Körperentität und Erlebnisentität in der Kindheit entwickelt.
  • Die Durchdringung der Ur-Idee des Homo Sapiens beginnt erst mit der Übergabe der Verantwortung für die ganze Person von der Körperentität an die Erlebnisentität in der Pubertät.

Das verharren in sicheren, berechenbaren Verhaltensweisen wird von unsere Körperentität geliebt. Ein großer Schatz an Verhaltensweisen, die ein maximal sicheres Umfeld erzeugen, werden bevorzugt (Gleich und Gleich gesellt sich gern).

Die Körperentität liebt das Konservative, das Bekannte, das Berechenbare. Die Körperentität strebt nach maximaler Macht im bestehenden Umfeld, um ein langes Leben und ein gutes Umfeld für den Nachwuchs zu garantieren.

Die Körperentität legt sich hier auf die sichere Seite und bietet der Erlebnisentität die Verhaltensweisen an, die sie in der Vergangenheit angewendet hat. Es sind die Verhaltensweisen der Vorsicht, der Ablehnung und der Agression.

Das Verhalten ist stark davon geprägt, welche Erfahrungen wir als Kinder mit Neuem und Fremden gemacht haben. Wir können uns zu Beginn einer neuen Situation immer nur mit schon vorhanden Verhaltensweisen verhalten.

Wir sind aber alle lernfähig und können uns neue sinnvolles Verhalten zulegen, wenn wir uns trauen uns auf ein neues Verhalten einzulassen, das immer ein gewisses Risiko birgt.

Unbekanntes, Neues und Fremdes birgt immer das Potential schädlich für das Individuum zu sein. Deshalb erzeugt die Körperentität der Erlebnisentität ungute Gefühle, wenn die Erlebnisentität ohne Not seine Person mit unbekannten Erlebnissen konfrontiert, die großes Schadenspotential enthält.

Allerdings ist die emotionale Belohnung für das erfolgreiche Überstehen dieses Erlebnisses außergewöhnlich stark, weshalb ein solches verhalten ein hohes Suchtpotential in sich trägt, was langfristig zum Scheitern führt.

Sind wir Angsthasen oder sind wir Mutige?

Ziele

Wie haben sie sich in ihrem Leben entschieden? Bevorzugen sie die Ziele iher Körperentität? Dann sind sie sicher reich an wirtschaftlichen Ressourcen und arm an sehr intensiven Erlebnissen.

Oder priorisieren sie die Ziele ihrer Erlebnisentität und wollen den Zustand ihres Bewusstseins weiter entwickeln, was ein erfülltes Leben garantiert, das aber wesentlich kürzer sein kann, wenn sie sich mal falsch entscheiden?