Wunderliches Tier

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WUNDERLICHES TIER
Der Bochumer Kognitionsforscher Jonas Rose hält das Krähengehirn für verblüffend leistungsfähig und bitter unterschätzt. Auch für den Menschen hat das Folgen
Von FLORIAN FELIX WEYH

Mein Kommentar zum obigen Beitrag von Florian Felix Weyh im Cicero 2/2018. Gesendet an redaktion@cicero.de mit der Bitte um Weiterleitung an Herrn Weyh.

Sehr geehrter Herr Weyh,

aus ihrer Vita auf Wikipedia entnehme ich, dass sie kein wissenschaftlich denkender Mensch sind, sondern eher einer, der das Gedankengut von Mainstream Wissenschaftler unkritisch reflektiert, um sich in verschiedenen Publikationen wichtig zu machen.

So wie in ihrem obigen Beitrag über die Forschungsarbeiten von Jonas Rose über Gehirnstrukturen. Rose zweifelt an der bisherigen Annahme, dass die Faltung des menschlichen Kortex etwas mit der Leistungsfähigkeit zu tun hat: „Viel­leicht ist die kortikale Faltung gar nicht schlau? Vielleicht ist das eine Superlö­sung für uns, aber gar nicht allgemein?“

Rund um diese Fragestellung bekam Jonas Rose 2014 ein fünfjähriges „Freigeist“ ­Sti­pendium der Volkswagenstiftung, das unkonventionelle Denkansätze fördern soll.

Aus ihrem Beitrag springen dem wissenden Leser drei fundamentale Irrtümer der heutigen Wissenschaften entgegen, die überall als Dogmen behandelt werden, aber fundamental falsch sind.

Weil sie als Dogma behandelt werden, wagt es kein Wissenschaftler und kein Wissenschaftsjournalist oder Kulturjournalist sie auch nur anzuzweifeln, obwohl es keinen einzigen wissenschaftlichen Beweis für deren Richtigkeit gibt. Wer will schon als “Abweichler” auf dem Scheiterhaufen der Gesellschaft landen.

Wagen sie doch einmal selbst zu denken und machen sie ihrer Spezies “Homo sapiens” alle Ehre. Streben sie nach echter Erkenntnis und nicht nur nach menschlicher Anerkennung.

Hier ein paar wirklich unkonventielle Denkansätze auf deren Basis ein echter wissenschaftlicher Fortschritt möglich wäre. Ohne die Überwindung dieser Dogmen werden nur viele Forschungsgelder verbrannt, ohne eine wirklich fundamental neue Erkenntnis zu erlangen.

  • Das Dogma der Evolutionstheorie
  • Das Gehirn als denkendes Organ
  • Das Dogma der Materie

Das Dogma der Evolutionstheorie

Die Vorstellung, dass Evolution auf Basis von zufälligen Mutationen der DNA durch Einwirkung von energiereichen Photonen möglich sein soll ist mit den wissenschaftlichen Fakten zur DNA-Reparatur  nicht sehr glaubhaft.

Genommutationen  kommen trotzdem vor. Sie sind aber das Ergebnis von Prozessen, die innerhalb des Gewebes oder innerhalb von Zellen geschehen. Was der Auslöser oder die Ursache einer Genmutation ist, ist unbekannt. Es ist auch unbekannt, ob eine evolutionäre Absicht dahinter liegt.

Die menschliche naive unwissende Interpretation wird diese Genmutation eher als Krankheit als ein gewollter Evolutionsfortschritt interpretieren.

Die meisten Einzeller besitzen eine Genomgröße die kleiner 10000 Gene entspricht. Das menschliche Genom enthält etwa 20000 Gene, genausoviel wie ein Fadenwurm, der im Abwasser lebt. Das Genom von Reis enthält über 60000 Gene und das von Mais ca. 45000.

Die Anzahl der Gene ist kein Merkmal zur Bestimmung der Freiheitsgrade einer erwachsenen Spezies. Wer da immer noch behauptet, dass das Genom sich im Laufe der Evolution rein zufällig verändert hat und sich so die verschiedenen Arten entwickelt haben, den würde ich als Wissenschaftler nicht ernst nehmen können.

Die Funktionen des Genoms sind noch nicht alle verstanden.

Was die Evolutionstheorie nach Charles Darwin richtig behauptet, ist die Tatsache, dass die Evolution in kleinen Schritten fortschreitet, was doch sehr ähnlich klingt, wie ein einzelner Mensch sich entwickelt. Er fängt mit dem Verstehen von einfachen Ideen an und kommt im Laufe seiner Evolution zu einem immer komplexeren Verständnis von Ideen, wie die Welt funktioniert.

Das spricht doch eher für einen Schöpfergeist, der nicht allwissend ist, sondern ein Universum geschaffen hat, um seine Erkenntnisse darin zu verwirklichen und zu testen.

Die zweite richtige aber triviale Vorstellung in der Evolutionstheorie ist die Vorstellung, dass sich nur überlebensfähige Individuen einer Spezies fortpflanzen können, um die Art zu erhalten. Fälschlicher Weise wurde dies als “survival of the fittest” bezeichnet. Dies ist dem damaligen Zeitgeist geschuldet, wo es gesellschaftlicher Konsens war, dass man andere Völker unterjochen und ausbeuten durfte, die militärisch unterlegen waren.

So wurde zum Einen erreicht, diese menschenverachtende Praxis moralisch als überlegene Rasse aufzuwerten und zum Anderen bekamen die sogenannten Wissenschaftler die menschliche Anerkennung der Mächtigen, was weitere Forschungsgelder ermöglichte.

Die verschiedenen Tätigkeiten aller Spezies, Individuen anderer Spezies oder der gleichen Art für das eigene Überleben zu verwenden, erzeugt einen immensen Evolutionsdruck auf die unterlegene Spezies oder Individuen, sich diesem Druck anzupassen.

Diese evolutionäre Anpassung geschieht nicht nur durch die vermehrte Vernichtung von weniger an die Situation angepassten, die sich vielleicht nicht mehr fortpflanzen können, sondern besonders durch das Erkennen, welche Besonderheiten der Überlebenden geeignet ist, um zukünftige Individuen eine bessere Überlebenschance zu ermöglichen.

Die vermehrte Vernichtung von Unfähigen Individuen, wenn sie von den Genen abhängig wäre, würde die Verteilung der Individuen immer schmaler werden lassen. Nur die fittesten Genome würden überleben. Dies ist wissenschaftlich nicht zu erkennen. Die Vielfalt der Individuen einer Art ist immens wichtig und immer angemessen hoch.

Ein grundsätzliches Kriterium für jede Art ist die Vielfalt der Ausprägungen der Individuen einer Art. Nur durch eine sinnvolle Vielfalt besteht die Chance, dass bei einer plötzlichen Veränderung der Umweltbedingungen eine genügend große Anzahl an Individuen zum Überleben der Art überlebt.

Deshalb ist es bei jeder Anpassung immer wichtig, nur den Mittelwert der Verteilung anzupassen. Die Varianz der Verteilung muß angemessen groß bleiben. Als Umweltveränderung kann man auch das Einwandern einer unbekannten, überlegenen Art in den eigenen Lebensbereich ansehen.

Deshalb ist es evolutionär überlebenswichtig, Neues und Fremdes erst einmal als feindlich anzusehen und aus der Ferne zu beobachten.

Die Erkenntnis, in welche Richtung die Spezies anzupassen ist, wird nicht vom Bewusstsein des Individuums geleistet, sondern wird vom Bewusstsein des Körpers vorgenommen.  Sie wird mit Hilfe der Epigenetik angepasst und so an die Nachkommen weitergegeben.  Der Körper entscheidet ganz alleine, welche Gene abgeschaltet oder aktiviert werden müssen. Vielleicht besteht sogar die Möglichkeit neue Gene zu generieren. Diese Veränderungen können dann vererbt werden.

Die Erkennntis, in welche Richtung der Mittelwert der Spezies zu verändern ist, kann nur von einer Entität geleistet werden, welche den Überblick über eine große Anzahl an Individuen hat und erkennen kann, welche individuellen Ausprägungen der Spezies prekär sind.

Fazit: Überall ist ein steuernder Geist sichtbar, der mit zufällig agierenden Prozessen nicht erklärbar ist. Die Anpassung an die Umwelt ist ein Akt der Erkenntnis nicht der Selektion. Diese Anpassungen sind die kleinen Evolutionsschritte.

Für die Erkenntnis, dass im momentanen Universum noch Platz für eine weitere Spezies vorhanden ist, welche durch eine neue Anordnung und neue Ausprägungen von schon vorhandenen Erkenntnissen in neuer Zusammensetzung überleben kann, ist ein besonderer Erkenntnisschritt notwendig.

Nur ein ignoranter, dogma-behinderte Geist wird es nicht erkennen.

Das Gehirn als denkendes Organ

Das Dogma, das alles im Universum mit der Funktion von Materieteilchen erklärt werden muß, hält sich hartnäckig im Wissenschaftsbetrieb. Deshalb versuchen auch viel Neuro-Wissenschaftler das menschliche Bewusstsein und das Denken an sich mit einer Gehrinfunktion im Zusammenwirken der Neuronen zu erklären, die nur als dumme Materiekonstrukte angesehen werden.

Dies wird immer scheitern. Aus der Vorstellung von toter und deshalb dummer Materie läßt sich kein wissender und verstehender Geist konstruieren. Da können sie noch so viel Forschungsgelder verbrennen wie sie wollen.

Wieviel Milliarden wurden schon ausgegeben für die Neuronen- und Hirnforschung? Die wenigen Erkenntnisse, die gewonnen wurden sind

  • Bestimmte Bewusstseinsinhalte zu bewussten Tätigkeiten korrelieren mit bestimmten Hirnregionen des Individuums.
  • Die Aufgaben von verletzten oder vernichteten Hirnregionen im Kortex können von anderen Hirnregionen übernommen werden , wenn entsprechende Reize trainiert werden.
  • Die materiellen chemo- physikalischen Prozesse im einzelnen Neuron sind weitgehend verstanden.

Es gibt aber keine Region in unserem Gehirn, die mit unserem Bewusstsein bei Tätigkeiten der verschiedensten Art immer korreliert.

Die wissenschaftliche Schlussfolgerung daraus wäre, das unser Bewusstsein nicht in unserem materiellen Gehirn lokalisiert werden kann. Diese Schlussfolgerung eines freien Denkers ist wegen dem Dogma der Materie als Urgrund allen Seins nicht erlaubt. Deshalb wird sie nicht gezogen.

Die korrekte wissenschaftliche Schlussfolgerung ist, dass unser Bewusstsein in einem Geistwesen, unabhängig von Materie sein muß, das unser Ich repräsentiert. In diesem Geist Leben, Fühlen und Verstehen wir.

Dieser Geist ist vom Schöpfergeist in seiner Gedächtnisleistung stark beschränkt worden. Er kann nur 5 bis 9 Bedeutungen (Miller’sche Zahl) gleichzeitig im Bewusstsein, in seinem Arbeitsspeicher halten. Für alles andere benötigt er deshalb ein vom Bewusstsein getrenntes Gedächtnis. Dieses Gedächtnis ist unser Neuronengeflecht mit seinen vernetzten Verbindungen, die in der obersten Ebene die komplexeste Ebene unserer Erkenntnisse im Kortex enthält.

Unsere Neuronen verbinden unsere Körperezeptoren mit Ideen, die unser Geist irgendwann einmal verstanden hat. Kommt das gleiche Reizmuster der Rezeptoren wieder zustande, dann erkennen wir die schon einmal erkannte Idee wieder.

Wenn sie darüber nachdenken, wie eine noch nie verstandene Idee sich plötzlich in der Neuronenstruktur des Gehirns wiederfinden soll, führt zwangsweise zur Schlussfolgerung, dass es eine von der Hirnstruktur separate Entität geben muß, welche für das Verstehen zuständig ist, ohne dass es eine passende Struktur im Gehirn schon geben kann.

Das Gehirn ist nur externer Speicher unseres Bewusstseins. Das Gehirn kann nicht denken, es kann nur Nachdenken, was vom Bewusstsein vorgedacht wurde und dadurch abgespeichert wurde. Verstehen kann nur unser Bewusstsein.

Wissenschaftler brauchen aber auch eine Arbeit, welche ihre Familien ernährt. Die ist mit dem Materie-Dogma abgesichert.

Das Dogma der Materie

Das Dogma, dass die Materie und nicht der Geist, der Urgrund allen Seins sein soll und die Idee des “survival of the fittest” hält in letzter Konsequenz auch die Rechtfertigung und Akzeptanz von Kriegen am Leben. Die evolutionäre Aufgabe des Menschen zur Evolution wird nicht erkannt und nirgends diskutiert. Sie wird nur zur Absicherung von Macht eingesetzt.

Die beiden vorherigen Irrtümer sind direkt mit diesem alles Denken einschränkendem Dogma verbunden.

Die Führer aller Religionsorganisationen sind mit dem Status Quo der Wissenschaften auch sehr zufrieden. Sie werden von der Arbeit ihrer Gläubigen gut ernährt und können sich als wichtig und mächtig erleben.

Es ist doch offensichtlich, dass nur Geist als Urgrund allen Seins, die notwendige Flexibilität besitzt, um alle, wirklich ALLE wissenschaftlichen Fakten zu erklären. Besonders auch für diese Fakten für die es bisher kein Denkmodell gibt, was besonders für die Fakten der Quantenmechanik gilt und für die Tatsache unserer menschlichen Erkenntnisfähigkeit.

Sehr geehrter Herr Florian Felix Weyh, vielleicht schaffen sie es in naher oder ferner Zukunft, sich in ihrer Arbeit diesem wichtigen Kulturthema zu widmen.

Ich wünsche ihnen viel Erfolg dabei.

Mit freundlichen Grüßen, Peter Richard

cc: grewe@volkswagenstiftung.de