Economic Hitman – John Perkins

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John Perkins arbeitete in den Jahren 1971 – 1982 als Economic Hit Man (EHM).Siehe auch John Perkins Internetseite:  The new confession of an Economic Hitman. Auf Deutsch würde man EHM als Wirtschaftskiller übersetzen.

EHM

EHM ist keine Organisation, die in irgendeinem Register der Welt zu finden ist. Sie hat auch keine Rechtsform. Es ist eine Sammlung von Individuen, die skrupelos in der Lage sind unter dem Anschein einer seriösen Wirtschaftsberatung Länder soweit in die Schulden zu treiben, dass sie diese nie mehr zurückzahlen können und dadurch ihren Gläubiger total ausgeliefert sind.

Sie hatte ihren Sitz aber in der USA und die Personen werden von der US Privatwirtschaft finanziert. (In 2016 muß man davon ausgehen, dass andere Länder in diesem Muster nachgezogen haben)

John Perkins arbeitete in den Jahren 1971 – 1982 als EHM im Auftrag von MAIN und veranlasste durch zu optimistische Prognosen überdimensionierte Technikprojekte.

Nur so können Regierungen anderer Länder dazu gebracht werden US Wirtschaftsunternehmen die Ausbeutung ihrer natürlichen Resourcen zu billigen Konditionen zu gestatten. Besonders gut funktioniert das in totalitären Systemen, wo die Macht in einer Hand liegt. Diese Hand wird dann ständig gefüllt und sein Machtanspruch wird gefestigt.

Aber auch in sogenannten Demokratien ist es leicht, die unwissenden und machtgeilen Entscheidungsträger entsprechend zu beeinflussen (Siehe Griechenland).

Funktioniert die Überschuldung und Bestechung nicht, dann werden auch politische Unruhen im Land inszeniert oder  besonders widerspenstie Einzelpersonen erleiden einen “schrecklichen Unfall” oder begehen “Selbstmord”, die von den “Schakalen” inszeniert werden.

Ziel ist dabei immer die politischen, wirtschaftlichen und militärischen Interessen der USA über die Interessen des abhängigen Landes zu stellen. Ziel der Auftraggeber der EHM ist die Weltherrschaft über die Wirtschaft.

Chas. T. Main wurde 1985 von Parsons Corporation übernommen: Parson.

Folgende Projekte werden in seinem Buch “Bekenntnisse eines Economic Hit Man” beschrieben:

Indonesien

Der indonesichen Regierung wurde ein Masterplan vorgestellt, der ein jährliches Wirtschaftswachstum von 17 % versprach. Ein 25 Jahrsplan für Häfen, Pipelines,Bauunternehmen und Strom sollte davon bezahlt werden.

Panama

April 1972: John Perkins landete in Panama, um ein Geschäft unter Dach und Fach zu bringen. Natürlich ein Masterplan für die wirtschaftliche Entwicklung Panamas.

Dieser Plan würde der Weltbank, der lateinamerikanischen Entwicklungsbank und USAID eine Begründung liefern, um Milliarden in den Energiesektor, das Transportwesen und die Landwirtschaft von Panama zu stecken, das ca. 2 Millionen Einwohner hat.

Saudi Arabien

1974 – John Perkins (EHM) gehörte einem Team von Consultants an, die versuchten eine Lösung für die Ölkrise für die USA zu finden. Ziegen waren damals noch die Müllabführ der Saudies. Das Ergebnis war die Schaffung einer “Joint Economic Commission“.

Iran

  • 1975 – 1978 – John Perkins verhandelt im Iran.
  • 1978 wurde er gewarnt, den Iran zu verlassen, es gäbe kein Geld zu verdienen, alles würde bald auseinander fliegen. Die ersten Bomben und Unruhen gingen los. MAIN verlor viele Millionen Dollars im Iran.
  • 1979 – Schah Reza Palevi floh nach Ägypten.

Kolumbien

  • Kolumbien sollte in Stromnetze, Schnellstrassen und Kommunikation investieren, um die Erdgas und Erdöl Vorkommen zu erschließen. Die Schulden wären leicht durch die zu erzielenden Gewinne der Projekte zurückzuzahlen. Die Realität sah anders aus.
  • 1970er – MAIN plante und baute in Kolumbien eine Reihe von Wasserkraftwerken, ein Strom-Leitungssystem, um den Strom aus dem Dschungel in die Berge zu leiten.

Ecuador

  • Ende der Sechziger wurde mit Ölbohrungen im Amazonasbecken begonnen. Der kleine Kreis der herrschenden Familien spielten den großen internationalen Banken in die Hände. Ecuador wurden enorme Kredite aufgebürdet..
  • Jaime Roldós, Universitätsprofessor und Anwalt war die große Ausnahme im Reigen der Korruption und der politischen Seilschaften. Er prangerte die Machenschaften der Ölfirmen, er Korruption und der politischen Seilschaften an.
  • Jaime Roldos kandidierte für das Präsidentenamt von Ecuador. Er schlug das “Hydrocarbon -Law” vor, dass höhere Abgaben von den Ölgesellschaften verlangte.
  • 24. Mai 1981 Jaime Roldos starb bei einem Flugzeugabsturz am Berg Huairapungo im Kanton Celica der Provinz Loja.

Ende des EHM John Perkins

1980 – Am Neujahrstag 1980 fasste er den Entschluss, sein Leben grundlegend zu ändern. Er möchte zum Vorbild werden, wie es sein Helden Jaime Roldos und  Omar Torrijos waren.

2007 – Veröffentlichung seines Buches “Bekenntnisse eines Economic Hit Man”.

2016 – Veröffentlichung der Fortsetzung “The New Confessions of an Economic Hit Man”.